Accenture Impulse für Versicherungen

Die neuen agilen Herausforderer und innovativen Wettbewerber traditioneller Wirtschaftssektoren, wie der Versicherungs-, Finanz- und Banken-Branche oder dem juristischen Bereich haben alle eines gemeinsam: Das Suffix „Tech“. LegalTechs, InsurTechs, FinTechs oder HRTechs sind längst ernstzunehmende Konkurrenten in ihren Sektoren. Und das eigentlich „nur“, weil sie verstanden haben, wie man innovative Technologien richtig einsetzt. Höchste Zeit also, sich mit der richtigen Technologie in den Führungsetagen der Versicherungsunternehmen auseinanderzusetzen.

Doch Technologie und digital ist nicht mit Lösung gleichzusetzen. Sagen Sie noch, dass Sie in „Zeiten der Elektrifizierung“ leben? Sicher nicht und genau so fühlt sich auch langsam der Begriff „Ära der Digitalisierung“ falsch an. Denn etwas als digital zu bezeichnen, ist längst nicht mehr mit innovativ oder neu gleichzusetzen – sondern schlicht Standard. Versicherungen sind bei diesem Wettlauf vielleicht nicht immer im Spitzenfeld zu finden, aber auch in dieser Branche ist die Zeit der Pilot-Projekte und der Experimente vorbei, wenn man vorne mitmischen möchte. Das hat sich auch in den Führungsetagen herumgesprochen. Denn auch hier gilt: Mit digitaler Technologie lässt sich zwar das Kerngeschäft vereinfachen, aber man muss sich eigentlich längst auf die Zeit danach einstellen – die post-digitale Ära der Versicherungslandschaft.

Treiber dieser Technologie-Entwicklung sind einmal mehr die Ziele aller wirtschaftlichen Entscheidungen: Die Endkunden. Sie haben über Jahre hinweg von den GAFA-Unternehmen kontinuierlich demonstriert bekommen, welche Möglichkeiten es gibt. Dieses „digitale Versprechen“ fordern die Endkunden daher ganz selbstverständlich auch von allen anderen Unternehmen ein.

Entdeckt die digitalen Möglichkeiten

Die Nachfrage nach neuen Produkten und Services mit hyperpersonalisierten Ansätzen – und damit weg von „One-size-fits-all-Lösungen“ – erfordern auf Seiten der Versicherer ein Umdenken und den Einsatz innovativer – zumindest aber – state-of-the-art Technologien. Nur so lassen sich Versicherungsmodelle, die achtsames Fahren belohnen, oder Reiseversicherungen, die in Echtzeit Prämien für den Flugausfall zahlen, auch umsetzen.

Standard sind bereits die Vergünstigungen und Belohnungen durch Wearable-Tracker. Versicherungen dürfen hier aber nicht stehenbleiben und sich auf den (wenigen) digitalen Lorbeeren ausruhen.

Doch nicht nur für ein akzeptables Endresultat aus Sicht des Kunden ist Technologie notwendig. Gerade die so wichtigen Touchpoints mit den Versicherten können sich durch klugen Technologie-Einsatz vervielfachen. So konnte eine Versicherung aus den USA die Intensität von zwei auf über 600 Kontakte pro Kunde und Jahr steigern.

Versicherer haben also gute Gründe, sich auf die neuen digitalen Ansprüche von Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern einzulassen. Und 60 Prozent der Versicherungsunternehmen nutzen bereits Technologien, um Produkte, Services und Kundenkontaktfrequenz sowie deren Qualität zu erhöhen. Doch auch hier bedeutet „Technologie“ nicht gleich „zukunftssicher“. Denn die Disruption kommt nicht mehr in kleinen Wellen, sondern ist längst ein Dauerzustand. Jedes Unternehmen – unabhängig von der Branche – hat das Potenzial plötzlich mit jedem anderen Unternehmen in Konkurrenz zu treten. Die Hersteller von Navigationsgeräten haben schließlich auch nicht damit gerechnet, einmal an Handy-Hersteller massiv Marktanteile abzugeben.

Keeping up with the digitals

Mit den anderen mithalten reicht  nicht aus. Damit Versicherungen auch künftig wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie die richtigen Technologien schnell identifizieren. Die wichtigste Aufgabe wird aber sicherlich der Technologie-Shift von SMAC zu DARQ. SMAC steht hier für Social-, Mobile-, Analytics- und Cloud-Technologie. Sie gehören mittlerweile zum Standart-Repertoire. Distributed Ledger Technology, AI, Extended Reality und Qantum Computing (DARQ) sind die Kernelemente der Technologien der post-digitalen Ära. Das Potenzial von Künstlicher Intelligenz und Quantencomputern muss seitens der Versicherer früh erkannt und logisch in künftige Geschäftsmodelle integriert werden.

Nur wenn Versicherer es schaffen, sich jetzt erfolgreich mit diesen Technologien auszustatten, werden sie auch künftig den hohen Erwartungen von Mitarbeiten, Geschäftspartnern, Kunden und nicht zuletzt der Gesellschaft gerecht werden. Wenn Sie mehr erfahren möchten, laden Sie sich unsere neuste Technology Vision für Versicherungen 2019 hier herunter. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren.